Liebe Mitglieder,
verehrte Gäste.
Natürlich auch diese Woche mit Augenzwinkern und nicht (ganz) ernst gemeint:
Man kennt das ja: In einem akuten Anfall von ungesundem Optimismus schleppt man sich in die örtliche Muckibude.
Völlig verschwitzt und dehydriert und dem dringenden Bedürfnis nach sofortiger Lebensrettung flüchtet man danach auf die Terrasse des Kasinos, wirft sich in den Stuhl und begeht den schwersten Fehler seines Lebens.
Ich habe mich von der modernen Konsum-Gehirnwäsche ins Bockshorn jagen lassen.
Ihr kennt doch diese unverschämt gutgelaunten, gertenschlanken Vorzeigemenschen die nach dem Marathon völlig ekstatisch ein alkoholfreies Weizen in sich hineinkippen „Das ideale, isotonische Erfrischungsgetränk“ flötet uns die Marketing gesteuerte Engelsstimme aus dem Off zu.
Pure Lebensfreude.
Also dachte ich mir in meiner Naivität: „Mensch, tu deinem Körper was Gutes“, und bestellte mir die Höchststrafe im Glas.
Ein alkoholfreies Weizenbier.
Schon das Einschenken war eine Farce. Wo sonst eine prachtvolle, cremige Schaumkrone thronen sollte, bildete sich ein verdächtiger, weißer Schaumhaufen der optisch stark an Tollwut-Speichel erinnert.
Der Geruch? Es riecht nicht nach Hopfen und Malz, sondern nach nasser Pappe, weggeworfener Windel und der Gewissheit, dass das Leben im Grunde keinen Sinn hat. Der Geschmack? Eine subtile Nuance von süßlichem Getreide-Siff, die schmeckt, als hätte jemand eine Packung Kelloggs Smacks in Abwasser püriert.
Machen wir uns nichts vor: Alkoholfreies Bier zu trinken, hat mit echtem Genuss absolut nichts zu tun. Das ist Schorle für Feiglinge. Ein Gebräu für Leute, die auch beim Sex Socken tragen und vorher eine Risikoanalyse erstellen. Alkoholfreies Bier zu trinken ist wie einen Porno im Radio zu hören. Du hörst zwar das rhythmische Klatschen, aber am Ende findet das eigentliche Highlight ohne dich statt.
Es ist die flüssige Manifestation des Satzes: „Ich will eigentlich, aber ich darf nicht.“ Es schmeckt, wie sich ein Bausparvertrag anfühlt:
steril, spaßbefreit und unendlich traurig. Jeder Schluck flüstert dir ins Ohr: „Guck mich an, ich bin die Kastration deiner Lebensfreude. Trink mich und spüre die innere Leere.“
Wer auch immer dieses Gesöff als „Isotonischen Durstlöscher für aktive Menschen“ deklariert hat, sollte sofort zur Hölle fahren und als zusätzliche Strafe im Hintergrund Olaf Scholz in Dauerschleife beim Vorlesen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Allianz-Versicherung zuhören.
Wenn ich das nächste Mal nach der Muckibude das Bedürfnis nach Hydrierung habe, trinke ich ein Wasser mit Eiswürfeln und Zitrone. Das schmeckt ehrlicher, hat mehr Charakter und hinterlässt vor allem nicht diesen klebrigen Geschmack von totalem moralischen Versagen auf der Zunge.
Wenn schon alkoholfrei, dann richtig alkoholfrei – also Wasser, Kaffee oder von mir aus Batteriesäure, aber doch kein alkoholfreies Bier.
Die Speisekarte für die kommende Woche steht im Zeichen des Burgers.(Wir haben wieder auf wöchentlichen Kartenwechsel umgestellt)
Termine zum Notieren:
Dienstag 16.06. 17:00 Uhr
Mitgliederversammlung – jedes Mitglied erhält von uns einen Kasino-Coin mit seiner persönlichen Bonnummer.
Themen:
Entlastung des Vorstandes und Neuwahlen
Kassenbericht und Personalentwicklung
Anträge
Samstag 20.06. 12:00 Uhr
Spargel-Satt-Buffet / 20€ p.P.
NUR NOCH WENIGE PLÄTZE VERFÜGBAR
Anmeldung ab sofort möglich
Dienstag 30.06. 16:30 Uhr
Sommerfest Kasino – 90 Jahre Betreuung im Geb. 6
Jedes Mitglied + Lebenspartner hat kostenlosen Eintritt.
Alle Anderen, Nicht-Mitglieder und zusätzliche Gäste zahlen 30,00€.
Essen und Trinken inklusive
Livemusik von den Heathland Pipes & Drums
Dudelsäcke und Drums
Anmeldung erforderlich und ab sofort möglich
Großes OKTOBERFEST AM 08.10.2026
Mit Teilen der Band des Augustiner Festzeltes vom Oktoberfest…original Oktoberfestmusik
Mit kameradschaftlichen Grüßen,
Kasino-Gesellschaft Flugplatz Celle e.V.
Der Vorstand
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